WILLKOMMEN
IN DER
FRIEDENSKIRCHEN-
GEMEINDE
Kirche und AWO Oberlar werden kooperieren
Für Menschen, die seit langem arbeitslos sind, wird die AWO Oberlar in Zusammenarbeit mit der Evangelische Friedenskirchengemeinde Troisdorf zukünftig Angebote zur Unterstützung machen. Eine entsprechende Kooperation haben die beiden Träger verabredet.
Vor einigen Wochen hatte der Sozialausschuss der Stadt Troisdorf dem Martin-Luther-Haus Oberlar (Am Wildzaun) den Zuschlag als neues Stadtteilzentrum erteilt. Diese Entscheidung war nach einer Ausschreibung unter drei Bewerbungen getroffen worden, darunter war auch die AWO Oberlar. Sie steht nun vor der Herausforderung, die Miete künftig ohne die Fördermittel der Stadt bezahlen zu müssen.
Aus diesem Grund ist die Friedenskirchengemeinde mit einem Vorschlag auf die AWO zugegangen, den der Vorstand der AWO Oberlar nun angenommen hat. Mit der Kooperationsvereinbarung wird eine jährliche finanzielle Unterstützung der Kirchengemeinde für die AWO Oberlar verbunden sein.
Im Rahmen der Sozial- und Gesundheitsplanung des Rhein-Sieg-Kreises waren drei erhöhte soziale Aufmerksamkeitsbedarfe für Oberlar festgestellt worden. Einer davon, im Bereich Erwerbsarbeit, ist im südlichen Teil Oberlars gegeben, in dem die AWO ihren Standort (Sieglarer Straße) hat. Hier werden die beiden Träger darum wohnortnah in Zukunft gemeinsam entsprechende Angebote machen. Neben der Langzeitarbeitslosigkeit geht es dabei auch um Menschen, die aufstocken müssen, weil ihr Job nicht für den Lebensunterhalt ausreicht.
Die AWO Oberlar und die Friedenskirchengemeinde setzen mit ihrer Kooperation auch ein Zeichen des Zusammenhalts im Einsatz für die Menschen vor Ort.
Wer den Erhalt der vielfältigen und wichtigen Arbeit der AWO Oberlar mit einem bestimmten (monatlichen) Betrag unterstützen will, kann sich an der Patenschafts-Initiative beteiligen. Informationen dazu gibt die Vorsitzende der AWO Oberlar, Birgit Biegel, Telefon 0171 6592162.
Stadtteilzentrum Oberlar im Martin-Luther-Haus
Im vergangenen August hatten wir uns als Ev. Friedenskirchengemeinde Troisdorf auf die öffentliche Ausschreibung hin als Stadtteilzentrum für Oberlar beworben. Ebenfalls ihr Interesse bekundet hatten die AWO Oberlar und die Schützenbruderschaft Sankt Hubertus.
Nach einer Verzögerung infolge der Kommunalwahl fand erst am 25. März 2026 die entscheidende Sitzung im Ausschuss für Soziales, Senioren und Inklusion statt. Im Vorfeld hatte die Verwaltung der Stadt die drei Interessensbekundungen eingehend geprüft, anhand eines ausführlichen Kriterienkatalogs beurteilt und von daher eine Entscheidungsempfehlung für das Martin-Luther-Haus ausgesprochen.
Dem ist die Mehrheit im Ausschuss am 25. März gefolgt und hat dem Martin-Luther-Haus den Zuschlag für das Stadtteilzentrum erteilt.
Als Friedenskirchengemeinde hätten wir uns eine breitere, von den demokratischen Parteien getragene Mehrheit gewünscht. Darüber musste und hat das Presbyterium eingehend beraten.
Ein weiterer, wichtiger Punkt im Presbyterium war, dass die AWO Oberlar durch die Entscheidung (und damit verbunden perspektivisch das Wegfallen von Fördermitteln) vor einer existentiellen Herausforderung steht. Sie ist ein starker sozialer Träger vor Ort, den es zu erhalten gilt und mit dem wir weiterhin gut zusammenarbeiten wollen. Deshalb ist die Kirchengemeinde auf die AWO zugegangen mit einem Vorschlag der Unterstützung und Kooperation, den der Vorstand der AWO Oberlar inzwischen angenommen hat (siehe dazu oben, auch zur derzeit laufenden Patenschaftsinitiative).
Das Stadtteilzentrum betreffend sehen wir die Entscheidung im Sozialausschuss als durch die Verwaltung gut begründet an. Unsere Bewerbung hat überzeugt mit den vielseitig nutzbaren Räumlichkeiten samt Außengelände, mit den Kapazitäten für neue Initiativen und Angebote anderer Träger und insbesondere mit dem Konzept zu den drei sozialen Aufmerksamkeitsbedarfen. Im Rahmen der Sozial- und Gesundheitsplanung des Rhein-Sieg-Kreises wurde festgestellt, dass es hohe Bedarfe im Bereich von Armut, Erwerbsarbeit und Erziehung/Bildung in Oberlar gibt. Dies war ein zentrales Element der Ausschreibung und unserer Bewerbung.
Über die drei Interessensbekundungen und die Vorlage der Verwaltung kann man sich ein eigenes Bild machen und damit nachvollziehen, warum diese Entscheidung so gefallen ist. Die Dokumente sind öffentlich zugänglich über das Ratsinformationssystem der Stadt Troisdorf und über folgenden Link erreichbar:
Von daher freuen wir uns, in Zukunft im Martin-Luther-Haus das Stadtteilzentrum Oberlar zu gestalten. Nach Auskunft der Verwaltung wird dies – mit allem notwendigen Vorlauf – voraussichtlich im Herbst 2026 starten können.
Wir sehen darin viele Chancen für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil sowie für Vereine und andere Träger. Wir laden ein, sich einzubringen und neue Möglichkeiten zu nutzen – und sind gespannt auf alle soziale Arbeit und alles Miteinander, das hier wachsen kann.
Das Presbyterium der Ev. Friedenskirchengemeinde Troisdorf
Schutzkonzept
Mit dem “Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt” verpflichten wir uns zu einem grenzwahrenden Umgang, schützen Mädchen und Jungen, Männer und Frauen vor sexuell motivierter Gewalt und regeln, was wir tun, wenn es dennoch zu Grenzverletzungen kommt. Das Schutzkonzept der Kirchengemeinde wird momentan noch bearbeitet. Bis dahin richten wir uns in unserer Kirchengemeinde nach dem Schutzkonzept des Evangelischen Kirchenkreises an Sieg und Rhein:
Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt